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Dankesbriefe

Poldi und Line

Bereits 1996 hatten wir Kontakt zu Ihrem Verein und bekamen unseren treuen Kater Moritz vermittelt. Nach acht “guten Jahren” bei uns und unseren anderen zwei Katzen mussten wir ihn aufgrund eines Krebsleidens jedoch leider einschläfern lassen. Nach einem Wohnungswechsel und mehreren Jahren ohne Katzen im Haushalt (Verbot der Vermieter) , konnten wir Ende 2011 endlich unsere Vermieter umstimmen und erhielten die Erlaubnis, nun doch Katzen halten zu dürfen.

Bei der anschließenden Suche nach unseren neuen “Mitbewohnern” stand daher der Katzenschutzverein wieder “selbstverständlich” ganz oben auf der Liste der Anlaufstellen. An einem schönen Tag im Spätherbst 2011 standen wir dann folglich im Hof des Vereins und vor der “Qual der Wahl”. Wir hatten uns bereits im Vorfeld viele Gedanken gemacht und quasi ein “Bewerberprofil” erstellt, um die Katzensuche etwas zu erleichtern. Unsere “Kandidaten” sollten etwas älter und ruhiger sein – wie seinerzeit unser Tigerkater Moritz – und am besten ein “Pärchen”, das sich bereits kennt und verträgt. Auch “Problemkatzen” schlossen wir dabei mit ein, denn die “jungen und Süßen” Kätzchen vermitteln sich in der Regel “von selbst”, während ältere, kranke oder behinderte Katzen oft nur schwer vermittelbar sind. Da wir beide praktisch unser ganzes Leben mit Katzen verbracht haben, stellte auch so etwas für uns keinen Ausschlussgrund dar.

Wie sich herausstellte, war zu diesem Zeitpunkt aber kein entsprechendes “Katzen-Pärchen” im Heim untergebracht und es stellte sich die Frage, was nun zu tun sei. Also entschlossen wir uns zu schauen, ob es Katzen gab, die offensichtlich miteinander gut auskommen konnten. Bei mehreren Katzen in zwei Räumen (hier die Vermittlungszimmer) keine einfache Aufgabe. Mit unserer bisherigen Katzenerfahrung und viel Geduld haben wir uns dann daran gemacht, die scheinbar “bunt zusammengewürfelte Meute” etwas näher kennen zu lernen und genauer in Augenschein zu nehmen. Verschiedene Alter, scheue, zutrauliche, verschmuste und scheinbar “traumatisierte Katzen”, Katzen mit Erfahrung im Umgang mit Menschen und solche, die ihnen nicht trauen – jede davon eine eigene Persönlichkeit und völlig verschieden untereinander – keine leichte Aufgabe!

Schnell ist uns aber ein großer, scheuer Kater aufgefallen, in den wir uns recht schnell “verliebt” hatten. Die Herausforderung war aber nun, mehr über ihn herauszufinden, um ihn besser einschätzen zu können und zudem zu sehen, ob er ein reiner Einzelgänger war, oder eher der “gesellige Typ”, der sich mit anderen Katzen verträgt. Damit nicht genug: Mit welcher anderen Katze verträgt er sich genau? – Denn das wäre dann unser zweiter zukünftiger “Mitbewohner”. Nach über zwei Stunden des Beobachtens und Diskutierens legte sich “unser” Kater auf ein Wandbord. Sein Name war “Poldi” und er war ca. 2 ½ Jahre alt – bildschön obendrein: Am Bauch weiß, mit einem getigerten Mangel und leuchtend grün-blauen Augen. Wenig später gesellte sich ein “roter Tiger” hinzu, der aber auf Futter sofort mit abwehrendem Fauchen reagierte. Wie wir dann erfuhren, schied der als Kandidat für uns aus, da er panische Angst vor Menschen hat.

Poldi schläft

Wir wollten schon fast unsere Suche aufgeben, um später wieder einen Besuch zu machen, da legte sich eine weiße Katze mit getigertem Schwanz neben unseren “Poldi” – fast wie selbstverständlich. Kein Fauchen, keine angelegten Ohren – was für eine Überraschung! Damit stand für uns fest: Das könnte klappen …..

Line spielt

Unsere Wahl hätte nicht besser sein können. Wir erfuhren, daß die etwas scheue Katze auf den Namen “Line” getauft worden war und ein hartes Schicksal hinter sich hatte. Die Mutter war von verantwortungslosen Menschen hochträchtig in einem Vogelkäfig eingesperrt im Hochsommer bei glühender Hitze vor dem Katzenschutzverein ausgesetzt worden “Unsere” Line war dann wenig später im Heim geboren und großgezogen worden – konnte aber auch nach 6 Jahren nie vermittelt werden. Also genau das, was wir erhofft hatten – einer schwer vermittelbaren Katze ein neues Zuhause zu geben!

Ein Woche später war der Abholtermin – einen Tag vor dem 2. Advent. Seitdem haben sich unsere zwei “Weihnachtskatzen” prächtig entwickelt. Jede hat inzwischen ihren Lieblingsschlafplatz in unserer Wohnung, sowie ein Lieblingsfenster zum Vögel-Beobachten. Sobald aber unsere Autos abends vor dem Fenster parken, stehen die beiden an der Tür bereit, um ihre neuen Dosenöffner zu begrüßen und schleichen uns in bester Katzenart um die Beine.

Das ganze hat natürlich etwas gedauert, bis das Vertrauen in die neuen “Zweibeiner” so weit gewachsen ist. Vor allem für Line völliges Neuland, da sie nach sechs Jahren im Heim kaum “Menschenerfahrung” hatte. Aber “die Zeit heilt alle Wunden” und heute jagt sie im “Katzengalopp” durch den Flur und benutzt Katzen-WC und die aufgestellten Kratzbäume “wie selbstverständlich”.

Inzwischen liegen Beide auch abends “zur Krimistunde” neben uns auf dem Sofa und letzte Woche gab es den ersten “Katzenkuss” – einen Stubser mit der Nase – ein ganz großer Vertrauensbeweis und wir können zu Recht sagen, das unseren beiden Mitbewohner damit endlich “angekommen” sind.

In großer Dankbarkeit für Ihr Engagement und mit Grüßen an Sie alle

Und es gibt ja noch ein weiteres Happy-End, wir haben uns entschlossen, auch Lines Mutter zu übernehmen.