Abschied und Neuanfang

Schon im Herbst 2025 bat man mich von meiner Katze Kitty zu berichten, die an FIP erkrankt war. Die vielen Besuche in der Tierklinik, bei denen jedes Mal fast ein Liter Flüssigkeit aus ihrem Bauchraum gepumpt wurde, ließ sie tapfer über sich ergehen. Ein Medikament, das in Deutschland noch nicht zugelassen ist, wurde in Frankreich bestellt. Kitty nahm es brav ein, aber die erhoffte Besserung blieb aus. Das Medikament sollte bereits nach vierzehn Tagen eine Wirkung zeigen, aber Kitty’s Bauch füllte sich immer wieder mit Flüssigkeit.
Nach vier Wochen war endgültig klar, dass es Kitty nicht hilft. Sie war da erst 14 Jahre alt, aber das Einzige, was ich noch für sie tun konnte, war sie zu erlösen.
Aber, da war ja noch Masha, ihre Freundin, die seinerzeit mit Kitty zusammen zu mir kam. Schon nach ein paar Tagen änderte sich ihr Wesen. Ich hatte das Gefühl Masha lebt förmlich auf – sie war jetzt der Mittelpunkt, alles dreht sich nur um sie. Ich beschloss daher, sie alleine zu halten.

Wir hatten zusammen eine wunderschöne Zeit – bis Ende Mai 2026. Masha nahm ab, verweigerte das Futter und somit ihr Medikament, das sie für die Schilddrüse nehmen musste. Die Tierärztin nahm ihr sofort Blut ab – der Befund war, sie steht kurz vor einem Nierenversagen. 10 Minuten später waren wir in der Klinik und Masha bekam Infusionen und ich konnte sie wieder abholen. Zuhause angekommen lag Masha teilnahmslos in ihrem Körbchen und nahm nur noch Flüssignahrung zu sich. Auch das nur für knapp eine Woche – dann streikte sie ganz.
Schon wieder ein Abschied für immer!
Ich war noch in Trauer, als ich im Tierheim von zwei Katzen hörte, die dringend ein Zuhause suchten. Zwei Mädchen, zehn und elf Jahre alt. Es gab also nicht viel zu überlegen: Nala und Lucy zogen bei mir ein…
