Tag der Offenen Tür in unserem Tierheim am 23. August 2026
Till Eulenspiegel, der bekannte hintergründige Schalk, wurde einst vom Stadtrat in die Zange genommen und musste schwierige Fragen beantworten, auf die es keine begründeten Antworten geben kann. Geschickt zog er sich aus der Klemme und als er den Mittelpunkt der Welt bestimmen sollte, fand er diesen glatt unter dem Sitz des Ratsvorsitzenden. Natürlich konnte niemand den Gegenbeweis bringen und Till war wieder einmal der lachende Dritte.
Nun, am Sonntag, den 23. August 2026, war der Mittelpunkt der Welt eindeutig unser Tierheim, das steht außer Frage. Denn der „Tag der Offenen Tür“ in unserem Tierheim ist immer das herausragende Ereignis im Jahresablauf der Weltgeschichte.

Auch in diesem Jahr schaffte Petrus günstige Voraussetzungen, kein Tropfen Regen und angenehme Temperatur mit Sonne und wenigen Wolken. Die Miezekatzen in unserer Obhut freuten sich. Denn dreihundert (oder gar mehr) Besucher fanden den Weg zu uns in den Speckweg. Auch in diesem Jahr sozusagen bunt gemischt: Viele Stammgäste, die uns oft seit Jahrzehnten verbunden sind, aber auch junge und ganz junge Katzenmenschen konnten wir begrüßen. Erscheint mit ihnen der Nachwuchs im Tierschutz am Horizont??
Um 11 Uhr öffneten wir die Pforte und unsere Empfangsdame Petra kam kaum nach, die Eintretenden einzeln zu begrüßen. Zu sehen gab es genug: Natürlich Miezekatzen aller Art. Auch die Einrichtungen, in denen sie leben, wurden gerne besichtigt. Von außen die gemütlichen Katzenzimmer im ehemals „Großen Gehege“, die bewährte „Mutter-mit-Kind-Station“ und in Sonderführungen unsere „Große Katzenfreiheit“, das 840 m² große, ausbruchsichere Wildwuchsgehege, das ebenfalls von außen begutachtet werden konnte - wo nur unsere eigenen unvermittelbaren Katzen leben.

So wie am „Tag der Offenen Tür“ präsentiert sich unser Tierheim übrigens auch im Alltag. Es wurde nicht für diese Veranstaltung besonders herausgeputzt, um einmal im Jahr zu glänzen. Nein, wir boten keine „Potemkinschen Dörfer“ (Fürst Potemkin zeigte Zarin Katharina II bekanntlich zum Schein aufgebaute Dörfer, um das heruntergekommene Land zu verbergen).
Das leibliche Wohl kam nicht zu kurz:
Leckere Kuchen und Torten, ein großes Imbissangebot und Getränke aller Art konnten konsumiert werden.

Umlagert waren auch die Stände mit Kunsthandwerk, schöne Sachen, von unserer Stellv. Vorsitzenden Irene Kahl und Schatzmeisterin Angelika Speckmann hergestellt, sowie der umfangreiche Flohmarkt/Basar. Der Erlös floss natürlich in die Kasse unserer Katzen.

Zur Information lagen unsere Festschrift „50 Jahre Tierheim“, verschiedene Ausgaben unserer „Katzen-Post“ sowie ein nachdenklicher Text „Streuner brauchen unsere Hilfe“ aus. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen.
Danke an alle Helferinnen und Helfer sowie Besucher für ihr Kommen und (hoffentlich) bis zum nächsten Jahr!
