Wo steht der Tierschutz heute?
Auch wenn wir ein reines Tierheim mit nur Katzen sind, erhalten wir Anfragen, die sich allgemein mit dem Thema „Tierschutz“ beschäftigen und wo um eine Auskunft gebeten wird. Hier handelt es sich oftmals um ausländische Organisationen oder Studenten, die sich hier in Deutschland informieren möchten, um in ihrem eigenen Heimatland dieses Thema voranzutreiben.
Wir versuchen dann nach bestem Gewissen zu antworten, denn als Tierschützer haben wir nicht nur alleine „unsere Katzen“ im Auge, sondern es berührt uns auch das Schicksal der vielen anderen Tiere und Tierarten, die oftmals nicht einmal vom Gesetz geschützt sind und unter unwürdigen Umständen leben müssen.

(Aufnahme aus unserer „Großen Katzenfreiheit, wo ausschließlich ein Teil unserer eigenen nicht vermittelbaren Katzen leben).
Frage Nr. 1 – Finanzielle Situation
Staat, Land und Kommune unterstützen in Deutschland Tierschutzorganisationen finanziell viel zu wenig. Insbesondere Kommunen kommen ihrer Pflicht, den Tierschutzorganisationen die Kostenerstattung für Fundtiere zu geben, nur ungenügend nach. Denn die Kommunen (Städte) sind gesetzlich verpflichtet sich um Fundsachen, also auch um Fundtiere, zu kümmern. Da die Städte in der Regel keine eigenen Tierheime betreiben, delegieren sie die Aufnahme dieser Tiere an Tierschutzorganisationen mit Tierheimen (solche, die für alle Tierarten ausgerichtet sind) in der Regel ohne für die entstehenden Kosten aufzukommen (oder sie kommen nur zum Teil für diese auf).
Die Tierschutzorganisationen müssen sich daher zum großen Teil durch Zuwendungen (Spenden) aus der Bevölkerung finanzieren. Deshalb haben viele Tierheime große finanzielle Probleme und können z.B. keine baulichen Investitionen (Ausbau, Instandsetzung ihrer Tierheime) durchführen. Auch fehlen für den täglichen Betrieb (Futter, Tierarzt, Personal) oft die Geldmittel.
Allerdings gibt es bei den Tierschutzorganisationen auch Unterschiede. Manche stehen durch intensive Werbung von Förderern und professionelle Mitteleinwerbung ganz gut da.
Es ist jedoch festzuhalten, dass es im Allgemeinen einen deutlichen Spendenrückgang gibt, die einzelnen Beträge oftmals jedoch höher ausfallen als im Jahr davor.
Frage Nr. 2 – Mitteleinwerbung
Wie soeben unter 1. im letzten Abschnitt geschrieben, ist eine intensive Spendenwerbung nötig. Hierfür sollte sich eine bestimmte Person, die auf diesem Gebiet Erfahrung hat, kümmern. Diese Person sollte Kontakt zu möglichen Spendern aufbauen und vor allem pflegen sowie Informationsmaterial (zum Beispiel Flyer) verbreiten und diese möglichen Spender auch bitten, diese Informationen selbst weiter zu verbreiten (Schneeballsystem).
Frage Nr. 3 – Wie steht die Bevölkerung zu Tieren
Die deutsche Bevölkerung ist im Allgemeinen tierfreundlich und erkennt das Tier als Mitlebewesen an. Die gesetzlichen Rahmenbedingen müssen allerdings dringend verbessert werden:
Die finanzielle Unterstützung durch Staat, Land etc. muss verbindlich so geregelt werden, dass die Tierschutzorganisationen/die Tierheime ihre Aufgaben auch erfüllen können.
Das jetzige Deutsche Tierschutzgesetz ist ungenügend zum Schutz der Tiere. Eine Verbesserung ist auch hier dringend notwendig. Dies ist eine Angelegenheit der Politik, in der das Thema „Tierschutz“ allerdings leider zu oft vernachlässigt wird. Zudem gibt es starke Lobbys, die Verbesserungen im deutschen Tierschutz blockieren.
Zusammengefasst:
Die deutsche Bevölkerung ist grundsätzlich tierfreundlich, das liegt auch in ihrer Kultur begründet. Staat, Land und Kommunen unterstützen allerdings finanziell viel zu wenig. Dadurch gibt es oftmals große Probleme, die Tierschutzarbeit zu finanzieren. Das Deutsche Tierschutzgesetz muss vor allem dringend verbessert werden.
