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Berichte

Wir freuen uns über liebe Post...

…und geben auch gerne den gewünschten Rat, wenn es uns möglich ist. So erhielten wir vor ein paar Tagen diese E-Mail:

„Hallo Frau Maucolin,
ich wohne nun schon lange nicht mehr in Frankfurt, aber ich bin noch immer Mitglied bei Ihnen und Kimba, den ich damals 2011 von Ihnen übernommen habe, wird diesen Sommer schon 15 Jahre alt. Ihn hatte ich damals als Halbstarken mit einem seiner Brüder zusammen von Ihnen als Zweit- bzw. Drittkatze bekommen und inzwischen hat er alle meine anderen Katzenschutzkatzen überlebt. Es waren zwischenzeitlich auch mal vier Katzen. Leider ist er inzwischen gesundheitlich ziemlich angeschlagen und fast taub.

Nachdem wir seinen letzten Katzenkumpel leider im April wegen eines nicht operablen Tumors haben einschläfern lassen müssen ist er noch anhänglicher geworden. Das ist zwar für uns ganz schön, aber nun komme ich zu dem Grund meiner E-Mail.

Ich bin mir unsicher, ob es sinnvoll ist in dieser Situation wieder einen Katzenkumpel als Gesellschaft dazu zu nehmen. Meine Tierärztin empfiehlt es nicht – sagt lieber alleine ohne Stress, mein Gefühl sagt, wenn es passen würde, dann ja, denn die Verlustängste sind ja auch Stress. Kimba ist ein Beobachter. Er schaut alles ganz genau an, beobachtet lange, versteht Zusammenhänge, liest uns Menschen wie ein Buch. Er schaut immer ganz genau ins Gesicht, in die Augen und liest geradezu Gedanken. Schon direkt als junge Katze, nicht erst seitdem sein Gehör schlecht ist. Dieses Menschen-Beobachten habe ich so intensiv noch bei keiner anderen Katze erlebt.

Wenn wir einen Partner für ihn finden würden, stelle ich mir einen Kater mittleren Alters vor, der ihn einfach als „Opa“ akzeptiert und andere Katzen mag und sich auch nach Kimbas Tod wieder gut vergesellschaften lässt. Kimba wird mit seiner angeschlagenen Gesundheit und seinen 15 Jahren sicherlich nicht mehr sehr alt, aber ich möchte das Beste für ihn tun. Da alle Vergesellschaftungen, die über sie liefen, wirklich sehr gut funktioniert haben, hoffe ich auf ihre Erfahrung.

Was würden Sie uns raten?
Und gleich auch die Frage, falls der Rat „ja“ lauten sollte, ob sie momentan vielleicht sogar „was Passendes“ da hätten.
Viele Grüße aus Worms!“

Unsere Antwort lautete:
Ihren Wunsch eine zweite Katze zu holen können wir natürlich nachvollziehen. Aufgrund unserer Erfahrung würden wir aber zu dem Kater nichts mehr dazu setzen. Das wäre für ihn einfach zu stressig. Wir würden abwarten, bis Kimba auch nicht mehr ist und dann von vorne mit zwei Katzen wieder anfangen.

Die Katzenbesitzerin schrieb uns darauf hin:

„Danke für Ihre E-Mail und die Einschätzung meiner Situation. Wahrscheinlich brauchte und wollte ich genau diesen Schubs…
Dann bleibt Kimba das erste Mal in seinem Leben eine Einzelkatze und bekommt so lange er noch da ist so viele Streicheleinheiten wie er mag. Ein bisschen genießt er ja schon auch, dass er aktuell Sachen darf, die immer verboten waren. Wir freuen uns momentan z.B. riesig, wenn er trotz seiner Arthrose auf die Küchenplatte springt. Als „Strafe“ bekommt er da oben jetzt auch seine Medikamente.

Ich bewundere ihre Arbeit sehr und bin selbst hier in Worms auch immer wieder mal bei Kastrationsfangaktionen mit dabei – Das Thema liegt mir wie sicher auch Ihnen sehr am Herzen.“