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Berichte

Eine besondere Aufnahme

Normalerweise kommen auf einmal ein oder zwei Katzen oder auch Mütter mit Babies zu uns (das wurde im Vorfeld dann auch abgesprochen), denn schließlich muss der entsprechende Platz vorhanden sein, was nicht immer gegeben ist.

Bei diesem Fall hatten wir wenig Bedenkzeit, als uns das Veterinäramt Mitte Dezember anrief und um Aufnahme von 15 sichergestellten Katzen bat. Diese Menge ist ungewöhnlich, zumal es insgesamt 32 Samtpfoten sind, die man unterbringen musste und diese wurden schließlich auf verschiedene Organisationen verteilt, denn eine allein wäre mit Sicherheit überfordert gewesen.

So wurden uns kurz darauf diese wunderschönen Rassekatzen/Mixe von der Polizei gebracht, was selten passiert. Alle natürlich ohne Papiere, d.h. nicht geimpft, nicht kastriert, nicht gechipt – so dass einiges an Arbeit auf unsere Tierärztin zukam. Vor allem musste, bevor wir medizinisch etwas machen konnten, die Freigabe durch das Veterinäramt erfolgen (d.h. dass die Katzen in unser Eigentum übergehen), was nicht lange auf sich warten ließ.

Unglücklicherweise erschien auch ein Artikel über diese Katzen, die aus einer 2-Zimmer-Wohnung durch die Behörde beschlagnahmt wurden, in einer Zeitung, mit dem Effekt, dass verschiedentlich um Bekanntgabe der Aufenthaltsorte der Katzen gefragt wurde. Wir hielten uns hier bedeckt, denn wir wissen, dass oftmals die Katzen nach Schönheit ausgesucht werden, was nicht der richtige Ansatzpunkt ist.

Man fragt sich natürlich, wie kann man so viele Katzen auf so kleinem Raum halten. Die wollen alle versorgt sein und vor allem auch fressen. Es handelte sich hierbei um eine illegale Zucht - dem ehemaligen Besitzer muss man jedoch zu Gute halten, dass die Tiere gut versorgt wurden und keinerlei Scheu zeigten.

Alle bei uns befindlichen Vierbeiner konnten nach der notwendigen medizinischen Versorgung nach und nach in ein neues, schönes Zuhause vermittelt werden.