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Möglichkeiten zur Absicherung von Fenstern, Balkon und Garten

Wir werden immer wieder mal nach Absicherungen für Fenster und Türen gefragt, die man, wenn man Katzen hat, zu ihrem Schutz anbringen kann. Die Katze auf einen ungesicherten Balkon oder ein offenes Fenster zu lassen, ist ein hohes Risiko, was man auf keinen Fall eingehen sollte.

Inzwischen gibt es so viele Möglichkeiten, Fenster und Türen abzusichern, auch z.B. für Fenster und Türen mit Rollläden, und ohne Bohren und Schrauben zu montieren. Das sind nur zwei Beispiele – wenn Sie interessiert sind, lassen Sie es uns wissen, wir schicken Ihnen dann gerne entsprechende Unterlagen per Post zu.

Sichern Sie Ihre Wohnung

„Das kann nicht sein, dass meine Katze vom Fenster oder Balkon gefallen ist“, hören wir immer wieder – "wir haben sie schon 5 Jahre, oft auch noch länger". Leider passieren solche Stürze relativ oft: Ein Windstoß, der das Fenster zuknallen lässt, ein wirbelndes Blatt oder ein Vogel oder Schmetterling in der Luft fasziniert das Tier und es versucht den Gegenstand zu fangen und schon ist es passiert.

Jede zehnte Katze in der Großstadt verliert so oder auf ähnliche Weise ihr Zuhause. Die meisten verkriechen sich und sehen ihrem Tod entgegen und der lässt auf sich warten. Das Sterben kann drei bis vier Wochen dauern, denn verletzte oder verschreckte Katzen verraten sich meistens nicht in fremder Umgebung, oft auch dann nicht, wenn der vertraute Besitzer nach ihnen ruft.

Besonders tückisch sind auch offenstehende Kippfenster. Die Katze schnuppert Frischluft, hangelt sich den Spalt hoch, fällt in den Spalt und bleibt dort hängen. In ihrer Panik macht sie alles noch schlimmer und viele Katzen haben sich auf diese Weise schon erhängt. Im Fachhandel oder im Versandhandel für Katzen gibt es spezielle Einsätze für die Kippfenster.

Bedenken Sie bitte bei allem, die Katze kennt nicht die Gefahr, der Mensch muß dafür sorgen, dass ihr nichts passieren kann.

Spannen Sie doch einfach ein stabiles Katzennetz davor oder machen eine Art „Fliegengitter“, wobei das Fliegengitter natürlich nicht stabil genug für eine Katze ist, es muß dann schon ein Hasendraht sein, der auf den Rahmen aufgebracht wird und dieser Einsatz kommt dann in den Fensterrahmen und wird mit Flügelschrauben befestigt.

In manchen Baumärkten gibt es fertige Fensterrahmen mit Fliegengitter (was dann umgerüstet werden müsste) – das wäre auch ein guter Tipp.

Auch einen Balkon kann man mit Netzen absichern – fragen Sie im Fachhandel (in Zoogeschäften oder bei Tierfachgeschäften danach). Wichtig ist bei Netzen immer, dass Sie total stramm gespannt sind.

Fensterabsicherung für Katzen mit Bau-Anleitung

Materialien:

  • 4 Holzlatten
  • 4 Metallwinkel
  • Kaninchendraht
  • U-Krampen
  • Schrauben
  • 2 kleine Fensterriegel

Werkzeug:

  • Hammer
  • Schraubenzieher/Akkuschrauber
  • Drahtschneider
  • Lineal
  • Stift
  • Holzsäge
  • Evtl. Wasserwaage

Anleitung:
Zunächst muss die Breite zwischen Fensterriegel und Fensterrahmen gemessen werden. Da dies bei manchen Fenstern unterschiedlich ausfällt, ist es hier nur exemplarisch mit 2,5 cm.

Dies ist wichtig, da die Holzlatten dazwischen passen sollen um die Fensterriegel später darauf zu befestigen und auch benutzen zu können.

Anschließend wird Breite und Höhe des inneren Fensterrahmens gemessen, so können später die Holzlatten auf die entsprechende Länge gekürzt werden, dies lässt sich übrigens auch im Baumarkt machen lassen, falls keine Säge zur Verfügung steht.

Sind alle Materialien besorgt und die Holzlatten auf die entsprechende Länge gekürzt, werden diese zunächst mit den Winkeln miteinander verbunden, dabei wenn möglich mit einer Wasserwaage sicherstellen das die Bretter gerade liegen bzw. gerade abgesägt wurden.

Der Rahmen sollte jetzt bereits stehen und stabil sein, bei Unsicherheit können zusätzliche Winkel an der Innenseite des Rahmens angebracht werden, die äußeren Winkel reichen jedoch völlig aus.
Darauf wird der Rahmen in das Fenster eingesetzt um die Stelle zu markieren an dem die Fensterriegel eingesetzt werden, es sollten zwei Riegel sein, einmal rechts und links, anschließend wieder rausnehmen.

Als nächstes wird der Kaninchendraht um den Holzrahmen gespannt, dabei kann man ruhig etwas Draht überstehen lassen um daran ziehen zu können, umso strammer umso besser.

Mit den Krampen und einem Hammer wird der Draht nun an dem Holzrahmen befestigt, dabei beachten nicht die markierten Stellen zu umspannen, da hier später noch die Fensterriegel befestigt werden. Als letztes wird der Kaninchendraht gekürzt und die Fensterriegel können angebracht werden.

Testweise den Rahmen in das Fenster setzen und daran ziehen, er sollte sehr stabil sitzen und die Fensterriegel sollten perfekt passen. Der Rahmen kann nun jederzeit ein- und ausgesetzt werden.

Fensterabsicherung für Katzen mit Duschvorhangstangen

Pro Fenster braucht man vier Teleskop/Duschvorhangstangen und ein bisssicheres aufgefädeltes Katzenschutznetz. Die Variante ist auch geeignet für Fenster mit großen Wetterschenkeln und kann komplett ohne Bohren montiert werden.

Die Stangen wurden komplett innenliegend verspannt und das Netz durchs Fenster gezogen. Bei geschlossenen Fenstern liegt das Netz also außen, die Fenster lassen sich aber trotz Netz schließen.

Die Ecken der Scharniere wurden ausgeschnitten, damit die Fenster besser schließen. Zur Nachahmung wärmstens empfohlen.


Katzenparadies auf dem Balkon

Jetzt kann der Sommer kommen: Mit ein paar Netzen, etwas Grün und viel Phantasie schaffen Sie für Ihr Katze ein sicheres Plätzchen an der Sonne. Sie können dabei ebenso einen kleinen Dschungel anlegen mit Kletterpflanzen, Kuschelplätzen und Kratzbaum oder eine lässige Spielwiese zum Tagträumen.

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen locken, sehnen sich die Stubentiger hinaus an die frische Luft. Und wer keinen Garten hat, genießt auf dem Balkon - natürlich in katzenfreundlichem Ambiente. Dazu gehört in erster Linie Sicherheit für den unfallträchtigen Katzensport Nummer eins: die Vogeljagd. Egal, aus welcher Höhe die Mieze den Vögeln hinterherträumt: Katzen können die Höhe nicht abschätzen und hechten blitzschnell der Beute nach. Tierärzte kennen jede Menge gefallener Katzen und warnen daher ernstlich vor ungesicherten Abgründen.

Deshalb bieten Zoofachhandel und Spezialfirmen für alle Größen und Formen von Balkonen Netze an. Man kann sie mit Spannseilen befestigen, mit Schraubklemmen und Teleskopstangen an Balkonbrüstungen montieren und mit Mauerklemmen über Blumenkästen spannen - ohne gleich zur Bohrmaschine greifen zu müssen.

Aber wenn es der Dübel will, sollten sie sich unbedingt vorher absichern, bevor sie Balkon und Außenwände durchlöchern. Mieter sind gut beraten, sich die Einwilligung von Besitzer UND Hausverwaltung zu holen. Und zwar schriftlich! Vergessen Sie auch nicht, die Kippfenster und -türen zum Balkon mit Kippfensterschutz zu sichern!

Ordern Sie die Maschengröße des Netzes nach Abenteuerlust und Alter Ihrer Katze: Babykätzchen und schlanke Draufgänger brauchen eher 3 bis 4 cm große Maschen, für gesetzte Senioren reichen 5-Zentimeter-Maschenweiten. Je kleiner sie sind, desto weniger bleibt die Katze hängen.

Mit Hilfe eines Netzes zum Hochranken für Kletterpflanzen wie z.B. Bougainvillea, wildem Wein oder Rosen lässt sich zusätzlich ein dekorativer Sichtschutz gegen neugierige Nachbarn gestalten und gleichzeitig ein kleiner Dschungel für die Katze anlegen. Sie liebt Schlupfwinkel! Ein solches Netz bekommt noch mehr Halt mit zwei zusätzlichen Nylonschnüren, die oben und unten durch das Netz gezogen werden - mit kleinen Spannfedern an den Enden sitzt es schön stramm. Wenn Sie einen Kletterbaum dazustellen, kann sich das Tier auf einem Abenteuerspielplatz vergnügen.

Bieten Sie der Katze eine Schale Katzengras zum Knabbern an, pflanzen Sie Minze in den Balkonkasten und schützen Sie Ihre Yucca Palme, Zitronenbäumchen oder andere Balkongewächse, indem Sie der Katze einen Kratzbaum zum Krallenwetzen hinstellen. Achten Sie darauf, dass die sensiblen Samtpfötchen immer einen Schattenplatz auf dem Balkon finden - egal, wie die Sonne gerade wandert und steht. Einen erhöhten Aussichtsplatz wird sie sich selber suchen - bevorzugt belegen Katzen den Liegestuhl des Menschen und räumen ihn nur ungern.

Wer es schafft, seine Katze einige Wochen vom frisch angesäten Rasen fern zu halten und ihn tüchtig gießt, kann der Katze danach auch ein Stück richtige Wiese in einem großen Balkonkübel oder Blumenkasten anbieten. Sie liebt es, daran zu knabbern und darauf zu dösen.

Wenn Sie ein paar Bauernblumen mit anpflanzen, finden dann auch Schmetterlinge, Käfer und anderes Getier den Weg auf den Balkon. Dann ist die Katze stundenlang beschäftigt. Natürlich sollte sie immer die Rückzugsmöglichkeit in die Wohnung haben.

Leisten Sie Ihr Gesellschaft auf dem Balkon und genießen Sie den Sommer mit ihr. Dafür zeigt sie Ihnen vielleicht die Kunst des Katzenfaulenzen: die perfekte Entspannung

Balkonabsicherung für Katzen selbstgemacht

Gebaut von einer Familie, die Katzen von uns haben:

Das Gehege hat ca. 70 Euro gekostet. Wir finden jeder der Hauskatzen und einen Balkon hat, sollte den Tieren die Möglichkeit bieten, ein bisschen Natur zu genießen, auch wenn wir Menschen dann quasi in einem Gehege sitzen. Aber wir haben ja auch die Möglichkeit, unsere Wohnungen zu verlassen, die Katze nicht.

Wir haben bei uns im Sommer von morgens bis ca. 13.30 Uhr die Sonne auf dem Balkon, deshalb sollte man schon darauf achten, dass genug Sonnenschutz vorhanden ist, gerade wenn man wie wir eine Katze hat, die Sonne über alles liebt. Außerdem haben wir immer eine große Schale mit Wasser und Grashalmen draußen stehen, als Abkühlung und zum Spielen.

Die 2 Baumstämme als Aussichtspunkt werden sehr genossen, zum Kratzen und natürlich zum Ausschau halten. Im Sommer wird auch überwiegend draußen übernachtet.
Wenn wir nicht zu Hause sind, darf der Balkon nicht genutzt werden, da unsere Katzen gerne Bienen und Wespen fangen.

Solch eine Absicherung ist einfach schön für Mensch und Katzen, da die Freiluft ohne Gefahren für die Katzen genossen werden kann und wir als Menschen uns keine Sorgen machen müssen, dass die Katzen wegkommen.

Balkonabsicherung für Katzen selbstgemacht

Da kein Dach über dem Balkon vorhanden ist und kein Netz angebracht werden durfte, der Balkon aber über zwei Eingänge (Türen) verfügt, war diese Lösung ideal:

Der größte Teil wurde für die Katzen verwendet und nur ein kleiner Teil an der Stirnseite für die Menschen. Dieser Teil ist von der Küche aus zu erreichen und kann mit einer Tür mit Hasendraht, die in den Türrahmen gesetzt wird, gesichert werden.

Das Gehege für die Katzen (so hoch wie die Balkonbrüstung) wurde selbst gebaut. Die Bretter aus imprägniertem Holz an den Balkonwänden, die zum Halt dienen, wurden nach Maß zugeschnitten und auch die entsprechenden Leisten, die den Hasendraht halten, der auf die Bretter aufgenagelt wird.

Der Eingang der Katzen vor der Balkontür besteht aus einem Brett, aus dem sozusagen ein "Fenster" ausgeschnitten wurde. Darüber wurde ein Brett als Sicherung für den Rolladen angebracht, damit dieser nicht über diese Linie hinaus hochgezogen werden kann.

Der ganze Teil des Katzenbalkons wurde mit viel Grünpflanzen und Blumen und mit Katzensachen (kleinem Kratzbaum und verschiedenen Liegeflächen) ausgestattet. Unsere Katzen lieben ihn sehr. In der warmen Jahreszeit ist die Balkontür natürlich immer einen Spalt offen, so daß unsere Stubentiger wählen können, wo sie sein möchten.

Katzenturm als Balkonabsicherung für Katzen

Eine Möglichkeit, die Katzen sicher einzuzäunen ist der Bau eines Turmes.

Man kann diesen sowohl in den Balkon, auf die Terrasse oder auch vor ein Gebäude setzen. Es wurde dabei keine Wand beschädigt, da Holzbalken als Träger dienen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und berücksichtigen Sie dabei Ihre Gegebenheiten.

Wichtig ist, daß der Zaun stabil ist (am besten Hasendraht verwenden). Als Eingang dient eine geöffnete vorhandene Wohnungstür. Es könnte natürlich auch ein Fenster oder eine Tür mit Katzenklappe sein.

Die nachfolgenden Bilder gewähren einen Einblick in dieses Katzengehege.


Absicherung des Gartens für die Katze

Für die Absicherung des Gartens, um der Katze den Freigang sicher zu ermöglichen, sprechen gute Gründe: ein katzenunfreundlicher Nachbar, die Nähe zu einem Jagdrevier oder eine stark befahrene Straße, die der Katze zum Verhängnis werden kann.

Wenn Sie Ihre Katze sicher in den Garten lassen möchten, dann empfiehlt sich eine gute Gartenabsicherung. Wir haben ein paar Beispiele von Katzenfreunden zusammengetragen.

Katzenabsicherung im Garten mit Hilfe eines Zaunes

Die Fotos dienen als Beispiel für eine besonders gelungene Absicherung. Jeder Garten ist anders, aber bestimmt haben Sie nun eine gewisse Vorstellung, was man machen kann.

Auf jeden Fall muss der Zaun im Erdreich richtig verankert werden (damit die Katze sich nicht unten durchbuddeln kann) und er muss oben nach innen gehen und mit einem zusätzlichen Netz gesichert werden. Man kann so auch nur einen Teil seines Gartens sichern, muss aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Zugangstür zu diesem nicht für jeden offen ist und so die Katzen hier eventuell ein Schlupfloch hätten.

Aufstellung eines (gekauften) Geheges von Pet Cages, Holland

Man kann so ein Gehege z.B. bei der Firma Otten Pet Cages (aus Holland, mit Vertretung in Deutschland) bestellen. Die Käfige werden aus Elementen 2 m x 1 m zusammengeschraubt (geht wunderbar einfach, schafft jeder selbst!). Die Größe kann man wählen je nachdem, wie viele Elemente man benutzt. Hier sind noch zwei als Dach oben drauf, deshalb eignet sich dies auch als Voliere für Vögel. Die Firma baut auch nach Maß, wenn erwünscht.

Die Möblierung besteht aus ganz einfachen Teilen ein stabiles Plastikregal vom Baumarkt ein Katzenhäuschen (über Amazon, das gestrichen wurde und gerne können Sie noch andere Teile verwenden - z.B. eine Pappkiste, die lieben eigentlich alle Katzen.

Bau eines Katzengeheges für den Garten

Um unseren beiden Katzen Helga und Honi einen gesicherten Freigang zu ermöglichen, haben wir in diesem Sommer ein etwa 3,50 x 3,20 m großes und 3 m hohes Gehege vor unsere Küchenfenster gebaut. Das größere Fenster dient den Katzen als Zugang; auf den Boden bzw. zurück ins Haus gelangen sie über ein an die Wand gelehnten alten Gartenzaun als Leiter.

Der Rahmen
Neben der Fensterwand begrenzt eine weitere Hauswand das Gehege, so dass wir nur zwei Gitterfronten bauen mussten. Direkt entlang der beiden Hauswände verläuft ein gepflasterter Weg; der Rest der Grundfläche besteht aus Rasen. Um der Konstruktion mehr Stabilität zu geben und eine Basis für das „Dach“ aus Laubschutznetz zu haben, welches die Katzen am Überklettern der Gitter hindert, besteht der Rahmen des Geheges trotz der zwei Hauswände aus vier und nicht nur drei senkrecht stehenden Pfosten, die oben waagrecht durch vier Latten verbunden sind. Die Pfosten sind auf dem Rasenteil in passenden Einschlaghülsen aus Zink verankert, auf dem gepflasterten Teil in Zinkhülsen, die auf den Stein geschraubt werden. Da wir die Hauswand, die mit asbesthaltigen Eternit-Platten verkleidet ist, nicht beschädigen durften, steht der Rahmen ohne Verbindung zur Hauswand. Die Pfosten sind daher möglichst nah an der Wand im Boden verankert. Den schmalen, aber für die Katzen durchgängigen senkrechten Spalt schlossen wir auf der unvergitterten Seite mit einem weiteren Pfosten, den wir zwischen Hauswand und Standpfosten klemmten. Auf der vergitterten Seite wurden die Gitter einfach bis zur Hauswand versetzt und an den Pfosten festgetackert bzw. verschraubt.

Die Gitter
Als Gitter dienten uns 1x2m große, sogenannte „Estrichmatten“, die für ca. 3,50 Euro das Stück relativ günstig sind und durch den recht festen Draht schon eine Eigenstabilität besitzen. So mussten wir keine weiteren senkrechten Pfosten einschlagen und konnten die zwei Gitterseiten mit jeweils vier senkrecht auf dem Boden stehenden Matten und zwei waagrechten, oben an den Latten befestigten Matten schließen. Die Matten wurden einfach festgetackert und an manchen Stellen zur Sicherheit mit Beschlägen an den Pfosten angeschraubt. Die Matten haben recht große „Maschen“, die am Rand bzw. in den Ecken der jeweiligen Matte groß genug sind, dass sich eine kleine Katze hindurchdrücken könnte. Daher haben wir die Matten überlappen lassen und an Stellen mit großen Lücken, wo das nicht möglich war, mit Brettern, Holzresten etc. verkleidet. Die Matten wurden untereinander mit einer Unzahl an Kunststoff-Kabelbindern zusammengebunden.

Die Tür
Damit wir nicht durchs Fenster klettern müssen, um ins Gehege zu kommen, gibt es einen fünften senkrechten Pfosten an der Gehegefront, an dem wir mit Scharnieren eine Tür befestigt haben. Sie ist etwa 2 m hoch und 0,5 m breit und ist in der Breite an den gepflasterten Weg angepasst. Die Tür sowie das fehlende Stück zum „Dach“ sind mit Kaninchendraht verkleidet. Sie geht nach innen und von der Wand weg auf – so müssten sich die Katzen bei einem „Fluchtversuch“, wenn wir die Tür öffnen, erst um die Ecke an uns vorbei drücken. Gleichzeitig haben wir sie durch das durchsichtige Drahtgitter gut im Blick. Bisher haben sie aber noch nie einen Versuch durch die Tür gewagt und kommen gar nicht auf die Idee, diese Grenze zu überschreiten – die Welt außerhalb kennen sie nicht, auch wenn sie sie durch das Gitter sehen, hören und riechen können. Trotzdem achten wir natürlich immer gut darauf, dass keine den Versuch macht und die Tür immer gut mit den jeweils zwei Riegeln von innen bzw. außen verschlossen ist.

Das „Dach“
Der letzte Schritt war, die gesamte Konstruktion mit einem Dach aus Laubschutznetz – wie es für den Schutz von Gartenteichen benutzt wird – zu überspannen. Damit wir das Netz auch einmal ohne zu großen Aufwand abnehmen und erneuern bzw. vom Laub befreien können, haben wir einfach noch vier Latten darüber gelegt und die Latte-Netz-Latte-Konstruktion mit großen Kabelbindern miteinander verbunden. So müssen wir nur die Kabelbinder durchschneiden, die oberen Latten abnehmen und kommen wieder ans Netz. Zu Beginn haben unsere Katzen nie den Weg nach oben gewagt (oder waren einfach zu faul) – irgendwann sahen wir dann aber doch Honi am Gitter hängen und sie versuchte, den Kopf durch das Netz zu stecken, was glücklicherweise nicht gelang. Das Gehege hat den Ausbruchstest also bestanden. Da unser Gehege auch sehr hoch ist, kommen die Katzen selten bis ganz nach oben. Dennoch muss das Netz für diesen Fall sehr stabil sein. Die normalen Laubschutznetze reichen dann unter Umständen nicht aus. Wir haben ein besonders stabiles Netz genommen; auf Nummer sicher geht man mit den handelsüblichen Katzenschutznetzen.

Die Absicherung
Damit sich die Katzen nicht unter den Gittern am Boden durchdrücken, haben wir alles mit schweren Pflanz- bzw. Begrenzungssteinen oder Palisaden abgesichert. Auch außen vor der Gehegetür stehen drei Pflanzsteine, die als Schwelle den Spalt unter der Tür schließen. Man muss so zwar einen großen Schritt über die Steine drüber machen, wenn man zur Tür rein geht, das fanden wir aber nicht tragisch und die einfachste Lösung. Die Pflanzsteine an der Front haben wir mit Erde befüllt und Kapuzinerkresse gepflanzt, die während des Sommers schön am Gitter entlang gerankt ist. Auf der Querlatte über der Tür stehen mit Wasser gefüllte Plastikbecher, die unseren Katzen eine kalte Dusche verpassen sollen, wenn sie soweit hoch klettern. Seitdem wir aber eine Pflanze davor stehen haben, ist aber sowieso keine mehr bis dahin vorgestoßen.

Die Inneneinrichtung
Aus Pflanzsteinen und einem Brett haben wir den Katzen eine Art „Festerbank“ direkt an der Front mit Blick in den Garten gebaut. Eine alte Parkbank und ein Klapptisch sind Sitzgelegenheit für uns und Kletter- und Schlafplatz für die Katzen. Entlang der fensterlosen Hauswand geht ein weiterer Kletterpfad, den die Katzen über eine weitere Gartenzaun-Leiter erreichen, die am anderen Küchenfenster lehnt. Ein Kompost-Korb, ausgelegt mit einem Stück Iso-Matte, die dem Regen trotzt und trotzdem warm hält, hängt am Kletterbrett und ist ein beliebter Schlaf- und Aussichtsplatz geworden. Ein paar weitere Möbel, ungiftige Kräuter und Pflanzen und ein kleines wasserdichtes Häuschen bieten ein bisschen Abwechslung beim Toben und Spielen. Bambusmatten verschönern die hässliche graue Hauswand. Insgesamt hat das Gehege etwas über 300 Euro gekostet. Die Umsetzung war einfacher als erwartet, zumal wir absolute Anfänger waren. Wir haben auch viele Anregungen im Internet finden können. Für die Katzen ist es eine tolle Bereicherung; sie saßen den ganzen Sommer über im Freien und ließen sich die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir setzten uns oft zu ihnen und genossen die frische Luft, und auch jetzt, wo es kälter wird, verlegen wir die Spielstunde gerne ins Freie. Wenn wir aus dem Küchenfenster schauen, nehmen wir das Gitter gar nicht mehr wahr. Der Aufwand hat sich also voll und ganz gelohnt.