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Die Kastration von Katze und Kater
Über die Kastration besteht
auch heute noch eine falsche Vorstellung. So glauben einige,
daß die Tiere danach fett und faul werden, man ihnen
etwas nimmt oder daß es wichtig für die Entwicklung
der Persönlichkeit ist, daß eine Katze wenigstens
einmal vorher wirft.
Nichts davon stimmt!!!!
Wenn eine Katze dick wird, liegt dies einzig und allein an
einem Zuviel an Futter. Und je dicker eine Katze ist, desto
träger ist sie auch. Ebenso nimmt man seinen Katzen gar
nichts durch die Kastration, da sie sich an den Geschlechtstrieb
hinterher nicht mehr erinnern. Die Kastration bedeutet vielmehr
den Verlust eines leidenschaftlichen und triebhaften Geschlechtslebens,
das unter Katzen nicht gerade mit liebevoller Zärtlichkeit
ausgetragen wird. Eine Paarung bei Katzen kommt schon manchmal
einer Vergewaltigung gleich und ist fast immer mit Schlägen
und Beißereien verbunden.
So ist zum Beispiel ein Kater nach
der Kastration nicht mehr tagelang unterwegs und kommt als
Folge von Katerkämpfen völlig ramponiert mit Wunden
und Abzessen zurück. Auch hört das unangenehme "Spritzen"
auf, wodurch der Kater sein Revier markiert. Wer einmal gerochen
hat, wie penetrant der Urin eines unkastrierten Katers riecht,
wird sein Tier schnellstens kastrieren lassen, zumal es aus
diesem Grunde von Fremden vielfach verjagt und sogar mißhandelt
wird..
Eine Katze wird nach der Kastration
nicht mehr rollig. Abgesehen davon, daß das ständige
Gemaunze und Geschreie der Katze für den Besitzer und
auch den Nachbarn nervtötend sein kann, steht auch die
Katze während dieser Zeit unter einer großen Anspannung.
Sie frißt nicht oder nur wenig und magert deutlich ab.
Es braucht nicht erwähnt zu werden, daß dies gesundheitlich
nicht gerade förderlich ist. Weiterhin ist wissenschaftlich
bewiesen, daß kastrierte Katzen wesentlich seltener
an Gebärmutterentzündungen erkranken als unkastrierte
Tiere.
Das Wesen von Katzen und Katern verändert sich nach der
Kastration eher positiv. Die Tiere werden anhänglicher
und auch genauso gute Mäusefänger als unkastrierte
Tiere sind.
Eine Katze oder einen Kater kann man ab dem 6.-8. Lebensmonat
je nach Entwicklungszustand kastrieren lassen. Je jünger
das Tier ist, desto weniger belastend wirkt der kleine Eingriff.
Man kann jedoch ohne Bedenken auch ältere Tiere kastrieren
lassen. Katzen können auch vor der Rolligkeit oder wenn
sie schon trächtig sind kastriert werden. Fragen Sie
Ihren Tierarzt.
Natürlich ist der Eingriff im Falle einer Trächtigkeit
komplizierter und tiefgreifender, da nun auch die Gebärmutter
entfernt werden muß.
Bei der Kastration selbst entfernt der Tierarzt beim Kater
die Hoden und bei der Katze die Eierstöcke. In der Regel
können Sie Ihr Tier nach der Kastration und einigen Stunden
Beobachtung beim Tierarzt wieder mit nach Hause nehmen.
Viele Katzen haben in der Aufwachphase nach der Operation
die Eigenschaft, umherzulaufen, obwohl sie eigentlich noch
gar nicht sicher auf den Beinen sind. Die Tiere torkeln dann
im Zimmer umher, rennen gegen Möbelstücke etc..
In einem solchen Fall setzt man die Katze sinnvollerweise
wieder in ihren Katzenkorb oder Container, bis sie wieder
sicher auf den Beinen ist. Es ist wichtig, daß das Tier
nach der Kastration absolute Ruhe hat. Deshalb ist es am besten,
mit Ihrem Tierarzt einen Abholtermin so zu vereinbaren, dass
die Tiere schon wach sind. So handhaben es auch die meisten
Ärzte. Wasser sollten Sie sofort bereitstellen. Füttern
dürfen Sie frühestens am nächsten Tag. Erfahrungsgemäß
rühren die Katzen aber erst am übernächsten
Tag ihr Futter an. Sollte die Katze erbrechen, so ist dies
kein Grund zur Sorge, sondern nur noch die vorübergehende
Folge des Eingriffs. Nur wenn die Katze sehr häufig erbricht
und außerdem noch matt wirkt, sollten Sie ihren Tierarzt
um Rat fragen. Wenn bei der täglichen Kontrolle eine
starke Rötung oder Schwellung der Wunde bemerken, suchen
Sie bitte sofort den Tierarzt auf. Verhindern Sie ein starkes
Belecken der Wunde durch Ihre Katze. Im allgemeinen erholen
sich die Tiere schnell. Ein Kater ist bereits am anderen Tag
und eine Katze nach 2 - 3 Tagen wieder wohlauf. Für diese
Zeit sollten Tiere mit Auslauf in der Wohnung gehalten werden.
Bei der Kastration kann das Tier gleichzeitig tätowiert
werden. Dabei wird während der Narkose im Ohr mit Nadeln
eine Kennzeichnung eingeritzt (vergleichbar der Tätowierung
beim Menschen). Mit dieser Kennzeichnung kann Ihre Katze in
einem Zentralregister bundesweit erfaßt werden und bei
Verlust wieder aufgefunden werden.
Aber auch eine Chip-Einsetzung ist möglich. Die Tätowierung
ist vorzuziehen, da man hierfür keinLesegerät braucht.
Achtung:
Tragen auch Sie Verantwortung und lassen Sie ihr Tier kastrieren.
denn nur die Kastration lindert das Elend der vielen ungewollten
Katzen.
Bitte beachten Sie hierzu auch unsere Rubrik "Häufige
Fragen".
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