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Impfungen bei Katzen und die gefährlichsten
Katzenkrankheiten
Liebe Katzenhalterin, lieber Katzenhalter,
Ihr vierbeiniger Gefährte bereichert Ihr Leben und das
Ihrer Familie, bereitet Ihnen Freude, hält Sie jung und
vital. Im Gegenzug braucht Ihre Katze Pflege und Fürsorge:
angefangen bei der Fütterung, der Gestaltung ihrer Umgebung
und der Sorge für ihr Wohlbefinden über Pflege,
Hygiene und Sauberkeit bis hin zur Verantwortung um ihre Gesundheit.
In diesem Dokument finden Sie einige wichtige Hinweise zur
Gesundheitsvorsorge Ihrer Katze damit Sie und Ihre Katze einander
lange Jahre viel Freude und Liebe schenken können.
Ein Blick zurück: die erste Schutzimpfung
Der schottische Landarzt Edward Jenner führte 1796 die
erste Impfung überhaupt durch: Er impfte Kuhpockenlymphe
in die Hautwunden von Menschen ein und schützte damit
seine Patienten vor den gefürchteten Menschenpocken.
So prägte er auch für "Impfstoff" den
lateinischen Begriff "Vakzine" (von lat. vacca =
Kuh).
Die Forschungen auf dem Gebiet der Tierimpfungen wurden erst
später vorangetrieben: Impfstoffe für Katzen stehen
der Tiermedizin seit ca. 30 Jahren zur Verfügung.
Gefährliche Infektionskrankheiten
- die Schutzimpfung beugt vor
Impfungen verhalfen dem Menschen zu einem weltweiten Sieg
über die Pockenerkrankung und schützen ihn vor anderen
gefährlichen Krankheiten, wie z. B. Kinderlähmung,
Virusgrippe oder Tetanus. Denn nach wie vor gilt: Die
Ursache von Viruserkrankungen ist nicht behandelbar allein
die rechtzeitige Impfung kann vor einer Ansteckung bewahren.
Dies gilt für die Viruserkrankungen des Menschen ebenso
wie für die der Katze. Die großen Seuchenzüge
haben uns gelehrt, besser vorzubeugen: Seit einigen Jahrzehnten
sind auch bei Tieren Impfungen gang und gäbe. Impfungen
schützen unsere vierbeinigen Freunde vor gefährlichen
und lebensbedrohlichen Erkrankungen, bewahren sie vor unnötigem
Leiden und können den schmerzhaften Verlust unserer lieb
gewonnenen Gefährten verhindern. Der Aufwand und die
Kosten für einen zuverlässigen Schutz sind gering
im Verhältnis zu dem Leid, das im Krankheitsfalle durchzustehen
ist
Die Impfung - Grundlage für Gesundheit
und ein langes Leben Ihrer Katze
Sauberkeit, Hygiene und richtige Ernährung sind wichtige
Voraussetzungen für die Gesundheit Ihrer Katze jedoch
keine Garantie. Die körperlichen Abwehrkräfte werden
zwar durch optimale Zucht, Haltung und Ernährung gefestigt
und die Tiere damit weniger anfällig, aber zur Abwehr
vieler Krankheitserreger reicht dies nicht aus. Damit die
Tiere sicher gegen gefährliche Infektionskrankheiten
geschützt sind, müssen sie vorbeugend
geimpft werden. Denn wenn sich das Tier erst einmal
infiziert hat, kann bei bestimmten Erkrankungen auch eine
Behandlung nicht mehr helfen (bei Tollwut ist sie sogar verboten!).
Deshalb sollte man bei der gesunden Katze schon im frühen
Lebensalter mit dem Aufbau des Impfschutzes, der so genannten
Grundimmunisierung, beginnen. Die Impfimmunität ist jedoch
nicht von Dauer sie lässt allmählich nach. Das bedeutet:
Um die Immunität aufrechtzuerhalten und einen lebenslangen
Schutz zu gewährleisten, sind rechtzeitige und regelmäßige
Wiederholungsimpfungen notwendig.
Wie wirkt die Schutzimpfung?
Der Wirkungsmechanismus einer Impfung lässt sich so erklären:
Der Organismus kann gegen bestimmte körperfremde Substanzen
(Antigene) so auch gegen viele Krankheitserreger Abwehrstoffe
(so genannte Antikörper) aufbauen. Sind diese spezifischen
Antikörper in ausreichender Menge vorhanden, ist der
Organismus gegen die entsprechenden Erreger immun. Die Immunität
bewirkt, dass sich Krankheitserreger nicht mehr krank machend
im Organismus ausbreiten können. Durch die Impfung werden
je nach Krankheit auch unspezifische Abwehrmechanismen ausgelöst.
Gegen welche Krankheiten sollte Ihre
Katze geimpft werden?
Welche Impfungen bei Ihrer Katze
in welchem Alter durchgeführt werden sollten, wird Ihnen
ihre Tierärztin oder Ihr Tierarzt empfehlen. Dabei wird
die Herkunft Ihres Tieres ebenso berücksichtigt wie der
Zeitpunkt, ab dem es in Ihrer Obhut ist. Wichtig ist auch:
Wo hält sich die Katze vorwiegend auf? Ist sie ein Einzeltier?
Ist sie ein Freigänger mit häufigem Kontakt zu anderen
Tieren oder eine reine Wohnungskatze?
Die Impfung - Schutz fürs Leben
Unter der Grundimmunisierung versteht
man die erstmaligen Impfungen. Mit den Impfungen sollte begonnen
werden, bevor die Schutzstoffe (Antikörper), die der
Katzenwelpe durch die Muttermilch aufnimmt, unter einen wirksamen
Spiegel gesunken sind. Dies ist von Welpe zu Welpe sehr unterschiedlich.
Auch aufgrund der individuellen Abwehrlage und des noch nicht
trainierten Immunsystems der Welpen ist nicht gewährleistet,
dass diese erste Impfung einen sicheren Schutz bewirkt. Daher
muss - je nach Impfstoff - 3 bis 6 Wochen später eine
zweite, eventuell auch eine dritte Impfung durchgeführt
werden. Nur so wird das Immunsystem für das krankheitsspezifische
Antigen geprägt und der Grundstein für einen belastbaren
Schutz gelegt.
Zur Aufrechterhaltung eines lebenslangen Impfschutzes sind
nach der Grundimmunisierung regelmäßige Wiederholungsimpfungen
notwendig. Die Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen
und Feline Leukose Virus müssen in jährlichen Abständen
durchgeführt werden.
Um einen wirksamen und umfassenden Infektionsschutz zu erzielen,
sind neben der Einhaltung der Impftermine allgemeine Grundsätze
zu beachten: Es sollen nur gesunde Tiere geimpft werden. Hierzu
gehört auch, dass die zu impfende Katze frei von Parasiten
(wie Würmern, Flöhen und Zecken) ist. Denn auch
gegen Parasiten reagiert der Körper mit Abwehrstoffen.
Bei starkem Befall kann dies nicht nur zu körperlicher
Schwäche, sondern auch zur Leistungsminderung des Immunsystems
führen. Dadurch kann die Ausbildung des Impfschutzes
gefährdet sein.
Auf den Folgeseiten finden Sie einen Überblick, gegen
welche Krankheiten geimpft werden kann und wie Sie durch eigene
Beobachtungen dazu beitragen können, die Gesundheit Ihrer
Katze lange zu erhalten.
Katzenschnupfen (RC*)
Die Infektion
Der Erreger des Katzenschnupfens
ist zum einen das Feline Calici Virus und zum anderen das
Feline Rhinotracheitis Virus (Felines Herpes Virus). Daneben
können auch Bakterien wie Chlamydien und Bordetellen
bei der Infektion eine Rolle spielen. Infizierte Katzen, die
die Krankheit überstanden haben und keine klinischen
Symptome mehr zeigen, können über Jahre hinweg Virusträger
und Ausscheider bleiben ein Grund, warum die Krankheit so
weit verbreitet ist. Sie scheiden zwar das Virus nicht jederzeit
aus und infizieren damit andere Katzen, aber in bestimmten
Stresssituationen wie Umgebungswechsel, Trächtigkeit
usw. können sie zu Ausscheidern werden. Die Viren sind
für den Menschen nicht ansteckend. Die Ansteckung erfolgt
bei Katzen durch direkten Kontakt mit infektiösem Sekret,
seltener durch Tröpfcheninfektion beim Niesen.
Der Krankheitsverlauf
Katzenschnupfen kann trotz des harmlosen Namens lebensgefährlich
sein! Die Erkrankung beginnt meist mit leichtem Niesen, Fieber
und vermindertem Appetit. Entzündungen der Augen sowie
der Nasen und Maulschleimhaut folgen, wobei die zu Beginn
wässrigen Ausflüsse zunehmend eitriger werden. Da
die Katze weniger schmecken und riechen kann, verliert sie
ihren Appetit. Die entzündete Maulschleimhaut kann sehr
schmerzhaft sein. In besonders schweren Fällen kann eine
Lungenentzündung auftreten und zum Tode führen.
Die Impfung
Katzenwelpen werden mit ungefähr
9 Wochen das erste Mal geimpft, eine Nachimpfung erfolgt 3
4 Wochen später. Nach dieser Grundimmunisierung wird
eine jährliche Wiederholungsimpfung empfohlen. Wird eine
erwachsene Katze erstmalig geimpft
oder liegt die letzte Impfung über ein Jahr zurück,
sollte eine Grundimmunisierung wie bei Welpen vorgenommen
werden.
Die mit * gekennzeichneten Buchstaben in
diesem Dokument finden sich auf dem Eintrag im Impfpass wieder.
Sie stellen die Abkürzung für die Bezeichnung des
Impfstoffs dar und dienen der Identifizierung und Namensgebung
des Impfstoffs.
Katzenseuche (P*)
Die Infektion
Katzenseuche oder Feline Panleukopenie
wird durch das Feline Parvo Virus hervorgerufen. Parvo Viren
sind in der Umwelt äußerst überlebensfähig.
Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch infizierten
Kot. Eine Ansteckung über Käfige, die mit dem Erreger
behaftet sind, sowie über Futterschalen, Katzentoiletten,
Kleidung etc. ist möglich. Reine Wohnungskatzen sind
daher ebenfalls gefährdet. Das Hundeparvo Virus ist dem
der Katze sehr ähnlich. Katzen können durch Hunde
infiziert werden, der umgekehrte Fall ist jedoch nicht bekannt.
Der Krankheitsverlauf
Die Katzenseuche ist eine hochansteckende Erkrankung, die
besonders bei Katzenwelpen einen schnellen, meist tödlichen
Verlauf nimmt. Die Erkrankung beginnt mit Abgeschlagenheit,
Fressunlust und hohem Fieber und setzt sich mit Erbrechen
und starkem, wässrigem, meist blutigem Durchfall fort.
Durchfall und Erbrechen führen zu einem hohen Flüssigkeitsverlust
und die Tiere trocknen sehr schnell aus.
Die Impfung
Die Grundimmunisierung umfasst eine Impfung im Alter von 8-9
Wochen sowie eine sich nach 3-4 Wochen anschließende
Wiederholungsimpfung. Eine jährliche Auffrischungsimpfung
wird empfohlen. Zuchtkatzen sollten vor der Belegung immunisiert
sein. Die Impfung gegen Katzenseuche kann mit anderen Impfungen
kombiniert werden.
Tollwut (T*)
Nur bei Freigängern erforderlich oder bei Fahrten ins
Ausland
Die Infektion
Die Tollwut wird durch ein Lyssa
Virus hervorgerufen. Das Virus wird mit dem Speichel infizierter
Tiere ausgeschieden. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel
durch den Biss tollwutkranker Tiere, eine Übertragung
durch Belecken und Kratzen (anhaftender Speichel an den Pfoten)
ist möglich. An der Infektionsstelle vermehrt sich das
Virus und wandert entlang der Nervenbahnen in Rückenmark
und Gehirn. Von dort aus breitet es sich wieder über
Nervenfasern in die Augen, Speicheldrüsen, Schweißdrüsen,
Haarfollikel und Muskeln sowie ins Herz aus.
Der Krankheitsverlauf
Der Zeitraum von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit
kann stark variieren. Äußerlich gesund erscheinende
Tiere können bereits Träger des Tollwut-Virus sein
und andere Tiere und Menschen anstecken. Erkrankte Tiere durchlaufen
meist drei mehr oder weniger ausgeprägte Stadien: von
Wesensveränderungen, Speicheln und Schluckbeschwerden
über Unruhe, Speichelfluss und Aggressivität bis
hin zu Muskellähmungen, Koma und Tod. Die Erkrankung
endet nach Ausbruch immer tödlich. Die Tollwut
ist eine anzeigepflichtige Tierseuche und gilt als
eine der gefährlichsten Zoonosen, da sie eine enorme
Gefährdung für den Menschen darstellt. Eine Behandlung
bei erkrankten und verdächtigen Tieren ist gesetzlich
verboten. Schon bei Verdacht auf Tollwut kann die Tötung
ungeimpfter Tiere behördlich angeordnet werden.
Die Impfung
Katzen können ab der 8. Lebenswoche geimpft werden. Um
gemäß der Tollwutverordnung als geschützt
anerkannt zu werden, muss der Welpe bei Impfung jedoch mindestens
3 Monate alt sein und die Impfung muss mindestens 30 Tage,
höchstens jedoch 1 Jahr zurückliegen. Für Reisen
in einige Länder wie Großbritannien sowie Schweden
und Norwegen sind bestimmte Blutuntersuchungen nötig,
die einen ausreichenden Antikörperspiegel gegen das Tollwut-Virus
belegen. In den meisten anderen europäischen Ländern
ist bei Mitnahme des Tieres der Nachweis einer erfolgten Tollwutimpfung
ausreichend.
Infektion mit dem Felinen Leukose Virus
(FeLV*)
Die Infektion
Erreger dieser Erkrankung ist das Feline Leukämie oder
Leukose Virus. Es sind nur Katzen für diesen Erreger
empfänglich. Das Virus wird durch gesunde, unerkannt
infizierte oder chronisch kranke Katzen übertragen. Eine
Übertragung kann durch direkten Kontakt, Bissverletzungen
und Gegenstände erfolgen, die Welpen können jedoch
auch während der Trächtigkeit oder über die
Muttermilch infiziert werden.
Der Krankheitsverlauf
Das Feline Leukose Virus ist aufgrund des vielschichtigen
Krankheitsbildes und der oft langen Zeit zwischen Infektion
und Ausbruch der Erkrankung meist schwer zu diagnostizieren.
Es sind häufiger junge als ältere Katzen betroffen.
Viele Katzen erkranken nur vorübergehend. Ein Teil der
Katzen bleibt unerkannt dauerhaft mit dem Virus infiziert
und erkrankt irgendwann. Die klinischen Bilder beruhen zum
einen auf der abwehrschwächenden Wirkung des Virus, aber
auch auf Tumorbildung, Mattigkeit, Fieber, blassen Schleimhäuten,
Zahnfleischentzündungen/ Wucherungen. Tumore im Bauchraum
können auf eine Leukoseerkrankung hinweisen. Bei Zuchtkatzen
können auch Fruchtbarkeitsstörungen ein Hinweis
sein. Durch die Schwächung des Immunsystems können
ansonsten harmlose Krankheiten für das Tier zu einer
großen Gefahr werden.
Die Impfung
Die Grundimmunisierung erfolgt bei gefährdeten Katzen
ab einem Alter von 9-10 Wochen mit einer Wiederholungsimpfung
3 Wochen später. Die Impfung sollte jährlich aufgefrischt
werden und ist bei Wohnungskatzen nicht unbedingt erforderlich.
Die ansteckende Bauchfellentzündung
der Katze FIP (Feline Infektiöse Peritonitis)
Die Infektion
Ursache für die FIP ist ein
Corona-Virus. Es gibt verschiedene Corona-Viren, darunter
auch solche, die kein FIP auslösen.
Achtung:
Weder der Corona-Virus-Test noch der PCR-Test können
zwischen der Infektion mit dem an sich harmlosen Corona-Virus
und dem krankmachenden FIP-Virus unterscheiden.
Die Übertragung erfolgt wahrscheinlich zum einen
durch Kontakt mit kontaminiertem Kot. Die Katzenwelpen können
jedoch auch während der Trächtigkeit infiziert werden.
Unerkannt infizierte Katzen stellen ein Krankheitsreservoir
dar. Corona Viren sind in der Außenwelt nicht lange
überlebensfähig.
Der Krankheitsverlauf
Die FIP beginnt mit relativ unspezifischen Erscheinungen wie
verminderter Futteraufnahme, Abmagerung sowie wiederkehrendem
Fieber. Auch andere Krankheitserscheinungen können auftreten:
gelbliche Schleimhäute, Augenerkrankungen usw. Es existieren
grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Krankheit:
die "feuchte" FIP mit Flüssigkeitsansammlungen
in der Bauchhöhle (manchmal auch im Brustraum) und die
"trockene" Form mit knotigen Veränderungen
vor allem im Bauchraum. Die Krankheit kann bei infizierten
Katzen erst Jahre später ausbrechen. Nach Ausbruch führt
die Erkrankung innerhalb eines stark variierenden Zeitraums
letztendlich immer zum Tod. Eine wirksame Therapie besteht
zur Zeit nicht, als Vorbeugung wird die Vermeidung eines intensiven
Kontaktes zwischen gesunden und kranken Tieren empfohlen.
Die Impfung
Eine Impfung ist möglich, bietet jedoch keinen 100%igen
Schutz. Ob sie für Ihre Katze sinnvoll ist, sollten Sie
mit Ihrer Tierärztin/Ihrem Tierarzt besprechen.
Die virusbedingte Immunschwäche der
Katze - FIV (Felines Immundeffzienz Virus; Katzen AIDS)
Die Infektion
Das FIV ist ein dem menschlichen
HIV und dem FeLV eng verwandtes Virus, das durch Bisse übertragen
wird. Häufig betroffen sind frei laufende
Kater, die in Revierkämpfe verwickelt sind. Der
während des Deckaktes erfolgende Nackenbiss des Katers
kann eine Infektionsquelle für die gedeckte Katze darstellen.
Der Krankheitsverlauf
Eine einmal infizierte Katze bleibt dies lebenslang. Zwischen
der Infektion und dem Auftreten von klinischen Erscheinungen
können Jahre liegen. Die dann auftretenden Symptome können
sehr unterschiedlich sein. Bei vielen Katzen kommt es zu Entzündungen
in der Maulhöhle, dadurch bedingter Futterverweigerung
und Gewichtsverlust. Mattigkeit, vergrößerte Lymphknoten,
Fieber und Durchfall können auftreten. Die Symptome sind
denen der durch das Feline Leukose Virus hervorgerufenen Erkrankung
sehr ähnlich. Eine Unterscheidung ist meist nur durch
eine Laboruntersuchung möglich. Häufig sind die
Tiere auch gleichzeitig mit FeLV und FIV oder FIP und FIV
infiziert.
Die Impfung
Gegen diese Erkrankung ist keine Impfung
möglich.
Anmerkung zu den Wiederholungsimpfungen
Derzeit wird weltweit in Fachkreisen
diskutiert, ob jährliche Wiederholungsimpfungen überhaupt
notwendig sind.
Die US-Tierarztverbände z.B.
empfehlen folgendes Impfschema für Katzen:
Grundimmunisierung im Welpenalter, Wiederholungsimpfung mit
einem Jahr, dann Auffrischungsimpfung nur noch alle drei Jahre.
Der Internationale Impfpass - nicht
nur ein Reisedokument
Der Impfpass Ihrer Katze ist ein sehr wichtiges Dokument,
das Sie gut aufbewahren sollten. Hier trägt die Tierärztin/der
Tierarzt jede ordnungsgemäß ausgeführte Schutzimpfung
ein - gleichzeitig stellt der Impfpass die Erinnerung an den
nächsten Impftermin dar.
Impfnachweise werden auch bei Katzenausstellungen und vielfach
von Katzenpensionen verlangt. Es kann vorkommen, dass die
Amtstierärztin/der Amtstierarzt eine Impfbescheinigung
fordert beispielsweise bei Tollwutverdacht, der bereits gegeben
ist, wenn Ihre Katze mit verdächtigen Tieren Kontakt
hatte.
Der Impfpass entspricht den Vorschriften der internationalen
Fachverbände und trägt den besonderen Gegebenheiten
des Auslandsreiseverkehrs Rechnung. Hierbei sind neben der
Tollwut Impfbescheinigung vor allem auch die amtlichen Gesundheits
und Identitätsbescheinigungen wichtig.
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