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01.09.2006 Und was machen Sie?
Wir haben neben unserer Arbeit in unserem
Tierheimbetrieb für Katzen (in der
Hauptsaison um die 200 !!!) natürlich auch jede Menge
Verwaltungsarbeiten
und Telefongespräche. Diese „reinen Büroarbeiten“ werden
alle von unsehrenamtlich und ohne Kosten für den Verein
durchgeführt.
Wir sind mit
großem Engagement dabei und versuchen, auch bei schwierigen
Anfragen eine
Lösung zu finden oder einen Rat zu geben.
Immer wieder aber sind wir auch frustriert, wenn Anrufer
davon ausgehen, wir
wären rund um die Uhr erreichbar. Das ist natürlich
nicht der Fall, denn
immer noch ist „Tierschutz“ in den meisten
Fällen eine „private
Angelegenheit“. Unser Verein mit unserem großen
Tierheim für Katzen bekommt
z.B. keine kommunale, geschweige denn staatliche
Unterstützung, wir leben
wirklich nur von Beiträgen und Spenden, die ausschließlich
in unseren
Tierheimbetrieb gehen, um diesen finanzieren
zu können.
In den meisten Fällen führen wir sehr nette
Telefongespräche, aber auch
immer wieder gibt es Fälle, wo wir uns aufregen könnten.
So einen Fall
hatten wir vor ein paar Tagen. Eine Dame rief
an und fragte:
Ich suche einen jungen, roten Kater, haben sie so etwas?
Man sucht natürlich die Katze nicht primär nach
der Farbe aus, sondern das
Tier muß in die Familie passen und wir müssen
bei der Vermittlung dem Tier
gerecht werden. Also mußten wir verschiedene Fragen
stellen. Suchen Sie eine
Einzel-, oder Zweitkatze, eine Wohnungs- oder
einen Freigänger? Leben Sie
allein? Sind Sie berufstätig? Das sind alles Kriterien,
die wir wissen
müssen, um letztendlich die „richtige Katze“ zu
plazieren. Das alles war
aber anscheinend der Dame zu viel, sie sagte
plötzlich: „Sie sollten im
Jugendamt arbeiten !!!!“ Ja, das machen sicher Sie
oder Ihre Bekannten war
unsere Antwort. Wir jedenfalls nennen uns Katzenschutzverein
und sind für
die Katzen da. Auch diese haben keine Lobby und
sind auf uns Menschen
angewiesen. Da legte sie auf und wir werden wieder
einmal für „verrückt
gehalten“...
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