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Ein Abschied für immer …
Immer wieder werden wir auch mit dem Tod einer Katze konfrontiert, das
gehört genauso zum Leben, aber auch immer wieder ist es schmerzlich. Sie
sind ein Familienmitglied und alle, die eine Katze schon einmal verloren
haben, können den Schmerz nachvollziehen. Unsere Katzen begleiten uns
ständig, sie sind da, wenn es uns gut oder schlecht geht, sie kennen da
keinen Unterschied, spüren aber besonders, wenn wir uns nicht wohl fühlen
und versuchen durch ihre Anwesenheit uns zu trösten.
Was gibt es auch
schöneres, als die Katze im Arm zu halten und auf ihr gleichmäßiges
Schnurren zu achten … – da vergißt man einfach die Sorgen.
Wenn man immer Katzenbesitzer war, liebt man einfach alle, die man im Laufe
des Lebens hatte, aber eine jede von ihnen hat ihren speziellen Platz und
ihre eigene Geschichte. Butzelie, eine schwarze Kätzin holten wir vor 10
Jahren aus dem Elend, d.h. einem Futterplatz, wo sie zwar von uns regelmäßig
gefüttert und auch kastriert wurde, nachdem wir sie dort mit drei Jungen
zusammen mit anderen Katzen auffanden. Sie war damals ca. 5 Jahre alt und
fand erst nach und nach Vertrauen zu uns, was man nicht verdenken kann, denn
was machen diese Katzen alles mit. Die drei Jungen nahmen wir ins Heim, sie
wurden natürlich bald zahm und konnten daraufhin vermittelt werden. Butzelie
wartete schon immer, wenn wir kamen und sie verschlang mit Vorliebe ihre
Katzenmilch und nach einigen Monaten kam sie sogar an die Hand und bedankte
sich sozusagen. Aber noch waren wir und sie nicht soweit, daß wir sie aus
ihrer Freiheit holen wollten.
Nachdem aber schließlich der Futterplatz immer
wieder zerstört wurde – es gibt überall Menschen, die keine Katzen mögen –
und eine der vorhandenen Katzen grausam überfahren wurde, reifte der
Entschluß, sie ganz zu uns zu nehmen. Wir (Vorstandsmitglieder des Vereins)
waren mit diesen Katzen nicht unerfahren, denn unsere erste Katze, stammte
auch “von draußen, war wild geboren” und wurde mit der Zeit eine liebe
Wohnungskatze. Warum sollte nicht Butzelie in dieser Hinsicht ähnlich sein –
nur war sie natürlich ein paar Jahre älter. Aber inzwischen war sie so
zutraulich uns gegenüber geworden, daß wir sie draußen an ihrem Futterplatz
auch streicheln konnten.
Die Tatbestände also waren die, daß wir reine Angst
um sie hatten, es könnte ihr was zustoßen. Sie war uns so ans Herz
gewachsen, so daß wir sie eines Tages einfingen mit dem festen Entschluß,
sie zu uns (wo übrigens schon 3 ehemalige “Wildlinge” lebten) zu nehmen. Da
sie keine geschlossenen Räume kannte, mußte sie erst einmal ins Katzenheim,
wo sie eingehend untersucht und medizinisch betreut wurde bis wir sie zu uns
holen durften. Die Eingewöhnung war relativ leicht, sie kannte uns vom
Futterplatz her und vertraute uns total. Nur die anderen Katzen waren ein
Problem für sie.
Sie mochte sie nicht und zog sich vor ihnen zurück, indem
sie den Schlafzimmerschrank als “ihr Reich” in Besitz nahm und sich auch
dort immer wieder zurückzog, wenn sie alleine sein wollte.
Das funktionierte
hervorragend – uns Menschen gegenüber war sie anhänglich, schlief sogar nach
einiger Zeit mit im Bett und ließ dort Katze, Katze sein, “ihr Herrchen” war
ja bei ihr. Wir bauten unseren Balkon katzensicher aus und gestalteten ihn
mit Pflanzen und Blumen zu einem “Sommerparadies”, was sie besonders liebte.
Nun wird es keinen Sommer mehr für sie geben …
In unserem Herzen wird sie immer bleiben und wir haben den Trost, daß wir
sie nicht leiden ließen, sondern sie letztendlich von ihren Schmerzen
befreit haben und bis zum Schluß bei ihr waren. Wie schlief sie doch
friedlich in unserem Arm ein – das ist etwas, was die Tiere uns voraus
haben, sie brauchen nicht länger zu leiden, sie werden von ihren Qualen
erlöst.
Mach's gut, kleine Hexe, wo immer du jetzt bist, wir hatten fast zehn
wunderschöne Jahre mit dir.
Nachfolgendes Gedicht befaßt sich auch mit dem “Abschiedsschmerz”. Ein
Mitglied von uns hat es verfaßt und ihre Trauer dadurch verarbeitet. Wir
finden es so schön, daß wir es einfach auch vorstellen möchten. Für meinen Peter
Du leidest still und ohne Klage
Du spürst es wohl, es sind die letzten Tage,
die Dir im Leben zugemessen
Ich leide mit und werd’ Dich nie vergessen.
Du kamst zu mir und alles wurde hell!
Dein Stummelschwänzchen und Dein zartes Fell,
Dein Blick und Deine Zärtlichkeit –
das machte mir das Herz so weit.
Und schon warst Du darin – für immer
Du schienst so glücklich, endlich warst Du nun DAHEIM.
Du machtest mich so froh – ich war nicht mehr allein.
Und nun seh’ ich Dich nimmer.
So kurz war unser kleines Glück
und nichts bringt Dich zu mir zurück.
Ich kann nur noch Dein kleines Grab mit Blumen schmücken,
ans Herz kann ich Dich nie mehr drücken.
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