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Wie sich die Bilder gleichen
Dies ist – wie Sie sicherlich wissen eine großartige
Arie aus „Toska“ von dem berühmten
Komponisten Puccini und paßt sehr gut als Überschrift
für diese Geschichte.
Wir haben sehr viele Anfragen um Aufnahme von Katzen,
aus den verschiedensten Gründen. Ein Grund ist
auch immer wieder, daß sich die vorhandene Erstkatze
nicht mit der dazugekommenen Zweitkatze arrangiert.
Dies sollte nach spätestens 4 Wochen erfolgt
sein. Klappt es par tout nicht, d.h., es entstehen Beissereien,
so daß die Katzen auseinander gehalten werden
müssen, weil es einfach nicht geht, dann ist es
für keine der beiden die ideale Lösung und
man sollte sich dann beizeiten trennen. Denn in diesem
Fall haben die Katzen permanenten Streß, was sich
letztendlich auf die Gesundheit schlägt.
Bei dieser Gelegenheit:
Die Zweitkatze sollte immer gut ausgewählt werden,
damit eine wirkliche Harmonie entsteht und man muß
sich in diesem Fall immer gut beraten lassen und auf
jeden Fall ein „soziales“ Tier dazugeben.
Auch Boris kam zu uns, weil die Erstkatze sich nicht
mit ihm vertrug. Er wurde ursprünglich aus Rußland
mit nach Deutschland gebracht und in der Urlaubszeit
an eine Landsmännin „in Pension“ gegeben.
Dort wurde er nie mehr abgeholt und die Frau war verzweifelt.
Sie hing inzwischen sehr an ihm und wollte ihn aber
auch nicht in ein Tierheim geben und versuchte es über
Anzeigen in Zeitungen und Aushängen in Tiermärkten.
Aber keiner interessierte sich für Boris. Ob es
daran lag, daß er schon 3 Jahre alt ist –
was für eine Katze übrigens kein Alter bedeutet.
Eine Wohnungskatze wird durchschnittlich 14-16 Jahre
alt und so liegt das Leben noch vor ihm.
Zufällig erfuhr sie von uns und rief bei uns
an und schilderte uns ihre vielfach mißglückten
Versuche, den Kater privat zu vermitteln. Wir wollten
schließlich doch, daß er die Chance auf
ein neues Zuhause erhält und nahmen ihn kurzfristig
auf, da er schon einmal geimpft war. Von uns wurde noch
einmal eine Impfung gemacht und auch sein Gesundheitszustand
stellte sich als absolut okay heraus. So stand einer
Vermittlung nichts mehr im Wege.
Ein paar Tage später erschien bei uns eine ältere
Dame, die eine Einzelkatze suchte. Bei der Unterhaltung
kam heraus, daß sie einem Aushang in einem Tiermarkt
nachgegangen war. Dort wurde ein mehrjähriger Kater,
getigert mit weiß, inseriert, der beim Durchlesen
der Anzeige genau das richtige Tier für sie war.
Man rief natürlich auch dort sofort an, aber zum
Bedauern wurde mitgeteilt, der Kater wäre schon
weggegeben worden.
Wir zeigten ihr „Boris“ und sie war begeistert.
Die ganze Beschreibung paßte und als sie hörte,
daß er von einer Russin abgegeben wurde, wußten
wir, es ist die gleiche Katze, die sie schon über
die Anzeige holen wollte. Was gibt es doch für
Zufälle im Leben, um so schöner noch, wenn
es sich dabei um ein solches „Happy-End“
handelt.
Wir brauchen nicht zu erwähnen, daß Boris
uns alle Ehre macht und wir wieder einmal einen Menschen
mit einer passenden Katze glücklich gemacht haben.
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