| Das
schwierige Metier der Vermittlung
Wir versuchen, unsere Tiere nach bestem Wissen und
Gewissen in ihr neues Zuhause zu geben. Mit viel Mühe
wurden sie hier bei uns versorgt, gepflegt (auch über
einen längeren Zeitraum) und es gibt immer eine
Gefühlsverbindung zu jedem einzelnen Tier. So ist
es von daher schon unser Bestreben, sie bestmöglich
zu vermitteln.
Die Schwierigkeit bei der Vermittlung liegt oft darin,
daß die Besucher zum einen nicht wissen, was sie
eigentlich wollen und zum anderen oftmals die falsche
Katze im Visier haben, die zum Beispiel vom Charakter
her mit ihrer beschriebenen vorhandenen Katze nicht
harmonieren wird.
Viele Menschen gehen ausschließlich nach dem
Aussehen der Katze, nicht nach ihrem
Alter und Wesen. Die letzten beiden Merkmale
aber sind ausschlaggebend für das Funktionieren
einer guten Vermittlung. So sollten z.B. keine zu jungen
Tiere an betagte Menschen gegeben werden, weil sie zu
lebhaft für sie sind und auch in der Regel den
Menschen überleben und dann wieder im Tierheim
landen. Man sollte auch immer bei Jungtieren zwei halten,
diese brauchen den Artgenossen – auf jeden Fall
immer auch zwei Katzen, wenn man berufstätig ist.
Setzt man zu einer vorhandenen Katze eine andere dazu,
so muß besonders kritisch ausgewählt werden,
damit dann wirklich ein „Kumpel“ für
die Erstkatze ins Haus kommt. Man braucht hier ein soziales
Tier, was sich gut einfügt und auch vom Alter her
sollte es zusammen passen, ebenso spielen die Wohnverhältnisse
eine Rolle.
Sie sehen, vielerlei Dinge müssen beachtet werden,
um die neuen Katzenbesitzer und auch die vermittelten
Katzen glücklich zu machen. Glauben Sie uns, es
ist oft viel Überzeugungsarbeit notwendig, um letztendlich
die „passende Katze“ zu plazieren. Nur wenn
uns das gelingt – und wir versuchen es unaufhaltsam
– gibt es eine gute Vermittlung und zufriedene
„Kunden“.
Auch in einem Zwischenfilm der Sommer-Sendungen von
„Herrchen Gesucht“ wurde dieses Problem
aufgegriffen und wir hoffen, daß viele Tierfreunde
in Zukunft sich mehr von den Tiervermittlern in den
Tierheimen beraten lassen und auch deren Erfahrung und
Tipps annehmen.
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