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Patricia und ihr Baby
Es ist bewundernswert, wie manche Menschen sich um
unsere Mitgeschöpfe, die Tiere, sorgen und sich
um sie kümmern.
So hatten wir Anfang April aus dem Spessart eine Mutterkatze
mit vier Babies aufgenommen. Sie wurde von einer dort
ansässigen Familie betreut, die selbst mehrere
Katzen haben und denen immer wieder neue zulaufen, die
sie alle gar nicht aufnehmen können. Aber ohne
Futter bleiben sie nie!! – denn auch sie haben
schließlich Hunger!
So erging es auch Patricia, die Ende März oder
Anfang April Junge zur Welt gebracht hatte. Sie kam
zwei bis drei mal am Tag, auch zu den Leuten in die
Küche, um sich ihr Futter zu holen. Morgens kratzte
sie sogar an die Tür, um sich zu beschweren, wenn
noch kein Schälchen vor der Tür stand. Aber
dann verschwand sie eilends, um ja nicht auf die Kleinen
aufmerksam zu machen. Die Fütterin versuchte oftmals
ihr – nachdem sie sich sattgegessen hatte –
zu folgen. Aber es gab keine Spur auf dem ca. 4000 qm
große Gelände, sie mußte irgendwo im
nahe gelegenen Wald ihre Kinder versteckt halten. Patricia,
klug wie sie ist, blieb mal vor dem einen oder anderem
Gestrüpp sitzen, sie gab vor, sich zu putzen. Eine
Stunde oder länger verweilte sie so als wollte
sie sagen: Geh heim, Du wirst niemals erfahren, wo meine
Kinder sind. Aber auch der Bauch fühlte sich noch
Mitte Mai so an, als würde sie Kinder stillen.
Der Gedanke um Patricias Kleine tat den Futtergebern
im Herzen weh! Würde man sie jemals finden, wie
viele haben überlebt? Und was wird aus denen, die
überlebt haben?
Patricia war von ihren eigentlichen Haltern sehr enttäuscht
worden. Sie durfte nicht mehr ins Haus als dort ein
Baby auf die Welt kam und die ehemaligen Besitzer wollten
auch nichts mehr von ihr wissen als sie trächtig
war und überließen sie sich selbst. Sie sollte
am besten in ein Tierheim geschafft werden…. –
aber das sollten gefälligst andere machen.
Es ist ein Wunder, daß sie trotzdem mehrmals
wegen des Essens zu den tierlieben Nachbarn ging und
mit diesen sogar schmuste, bevor sie ihr Essen bekam.
Die dort vorhandenen eigenen Katzen wurden alle der
Reihe nach angefaucht, aber die kannten das schon und
wichen bereitwillig zurück so nach dem Motto: Laßt
bloß die Verrückte in Ruhe! So kam es auch
nie zu einer Prügelei.
Wir hatten die Aufnahme dieser Katze zugesagt, als
wir von ihrem Schicksal erfuhren. Es dauerte aber schließlich
bis Ende Mai bis die Kätzin ihr Junges –
und wir gehen davon aus – daß es dann nur
noch eines war – zum
Fressen mitbrachte. Überglücklich brachte
man die Kätzin mit ihrer Tochter zu uns - nun braucht
sie sie nicht mehr zu verstecken und für uns ist
es ein Muß, daß beide für immer zusammenbleiben.
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